Frankfurter Buchmesse Tag 1: Diversität und "Helden des Tages"

Nun sitze ich hier. Zu Hause, am ersten Messetag und bin geschockt.

Ich habe heute in den Medien erfahren, das es tatsächlich möglich ist, einem Rechtsextremisten Verlag, Raum auf der Buchmesse zu bieten. Nicht irgendwo, sondern auch noch neben dem großen ZDF Imperium. Es geht um den Jungeeuropa Verlag! Dieser bekommt Unterstützung von keinem geringeren als Götz Kubitschek! (Antaios Verlag)

Ich wurde natürlich aufmerksam, wütend und verfolgte die Welle des Entsetzens weiter und laß enorm viele Beiträge und Berichte zu diesen Vorwürfen.

Jasmina Kuhnke (Schriftstellerin) @quattromilf, wurde bereits von ebendiesen Verlagsfreunden, öffentlich gebeten, das Land zu verlassen. Konkret: Man solle sie abschieben!


Sie wurde von der Buchmesse als Überraschungsgast eingeladen und blieb nach Erhalt dieser Nachricht, weit weg vom Geschehen. Aus Angst. Und damit ist sie nicht alleine!

Denn ein solcher Messe- Stand, der selbst von Kubitschek empfohlen wird, zieht mit Sicherheit weitere Rechtsextremisten an.

Kopfschüttelnd und entsetzt über diese Tatsache, das die Messe und deren Verantwortliche, den betroffenen Autor*innen nichts mitteilten, forschte ich weiter und fand die Quelle dieser Informationen: Hami Nguyen (Aktivistin, Feministin und Mutter) Insta: @hamidala

Sie recherchierte und klärte Betroffene auf und forderte mit Autoren/ Autorinnen und Verlage, zur Stellungnahme der Buchmesse und des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Danke!


Diese Stellungnahme erfolgte in einem gemeinsamen Statement! Doch das war eine klare Fehlpositionierung der Verantwortlichen! Zitat:" Die Frankfurter Buchmesse seit jeher ein Ort des Diskurses, an dem Fragen zu Menschenrechten, Rede- und Meinungsfreiheit oder zum Umgang mit Extremismus verhandelt werden."

Wie sagt man so schön: Ein Satz mit X, das war wohl nix! Hass und Rechtsextremismus ist definitiv KEINE Meinung!! Seit diesem Statement überschlagen sich die Ereignisse!


Dank aufmerksamen Menschen, wie Xenia @equalwritesde, oder das Team für junge und vielfältige Literatur / Literarische Diverse Verlag @literarschediverse, die eine klare Stellung und Forderung an die #fbm kommunizieren, machen einem Mut und zeigen große Solidarität und eine klare Positionierung! Aber natürlich auch die mittlerweile, unzähligen positiven Äußerungen, von so vielen Menschen im Netz, zeigen eine geschlossene Teilnahme und vollstes Verständnis, für die Absage diverser Schriftsteller*innen.


Hier geht es ganz klar um Rechtsextremismus, um Aussagen die Menschen gefährden, verurteilen, verletzen, ihnen Angst machen! Sie bleiben der Messe fern, um sich zu schützen!

Das solch ein Szenario immer noch thematisiert wird und überhaupt MÖGLICH ist, ist absolut inakzeptabel und beschämend!!!


Ich werde auf der Buchmesse ein Zeichen setzen, diese aber nicht boykottieren, da alle anderen Verlage, schon lange genug unter der Pandemie leiden mussten, wie so viele andere auch!

Wie seht ihr das in der aktuellen Lage?


Danke für eure Aufmerksamkeit.


Verena




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